Ohne freiwillige Helfer gäbe es CovPass nur mit Google-Diensten

Software-Entwickler nutzen gerne die Werkzeuge, sogenannte SDKs, die Ihnen zur Verfügung gestellt werden um die entsprechende Zielplattform zu bedienen. Das gilt für Android wie für iOS gleichermaßen.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass diese Dienste genutzt werden müssen oder sollten. Insbesondere bei Google gilt bei der Verwendung von Google-Diensten: weniger ist eindeutig mehr.

Die im Juni 2021 veröffentliche CovPass-App wurde vom Robert Koch Institut entwickelt um eine alternative Möglichkeit zur Speicherung der Impfzertifikate zur Verfügung zu stellen — finanziert durch Steuergelder. Allerdings war es wohl nicht möglich diese App ohne Google Dienste zur Verfügung zur stellen.

Nur warum? Die App ist offline, benutzt keine Bluetooth, kein GPS, nichts. Wieso werden Google Dienste benötigt? Und inwiefern werden Steuergelder ausgegeben für Teams, die diese App nicht ohne Google Dienste umsetzen können?

Nach der erfolgreichen Bereitstellung der deutschen Corona-Warn-App ohne Zugriff auf Google-Dienste auf F-Droid im vergangenen Jahr springen nun erneut Freiwillige ein, um staatliche Aufgaben zu übernehmen und die CovPass-App für alle verfügbar zu machen.

https://fsfe.org/news/2021/news-20210830-01.de.html

Wie die Free Software Foundation Europe (FSFE) nun berichtet, mussten (erneut) freiwillige Helfer dieses Behördenversagen ausgleichen und eine Google-freie Version der App entwickeln. Diese Fork befindet sich seit heute in den F-Droid Repositories und kann dort heruntergeladen werden.

Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass nach wie vor gelten muss: öffentliches Geld == öffentlicher Quellcode.

CovPass
CovPass
Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos

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